Müde streicht sie sich die Haarsträhne aus dem Gesicht, als die Sonnenstrahlen Sie wecken. Die Haare riechen noch nach dem Alkohol von Gestern, der Hals ist trocken von den vielen Zigaretten. Ihr Shirt ist noch klamm vom Regenschauer auf dem Heimweg. Sein Duft ist immer noch da, an Ihrem Körper, einfach überall. Sie spürt immer noch seine Küsse auf Ihren Lippen.

Sie streckt sich, Ihre Muskeln tun immer noch weh, vom Abenteuer der letzten Nacht. Ihre Gedanken kreisen, um Ihn, um Ihr Leben, eigentlich um alles….

Sie liebt es bei Ihm zu sein, genießt jede Sekunde in seiner Gegenwart. Sie weiß, dass Sie nicht ohne Ihn sein kann. Aber auch nicht mit Ihm.

Sie liebt Ihn, Heute und Gestern und auch Morgen wird Sie Ihn lieben, eigentlich immer. Außer manchmal, da verflucht Sie Ihn und den Moment, an dem er das erste mal in Ihre Augen schaute. Es war einer dieser Momente, die einfach alles verändern. Sie wusste, dass die Dinge nie wieder so sein werden, wie Sie einmal waren.

Manchmal, da sagt er Ihr diese Dinge, die Ihr kleines Herz im Nu explodieren lassen. Sie fühlt sich, als sei Sie das einzige Mädchen auf der Welt, sein Mädchen. Aber nur manchmal, und manchmal, da sagt er diese anderen Dinge, Sie fühlt sich so klein und austauschbar, wie eine von vielen.

Sie weiß, dass Sie nicht die Einzige ist. Sie weiß, dass er all diese schönen Dinge, die er Ihr sanft ins Ohr flüstert, auch den anderen Mädchen erzählt. Und doch sind Sie in jenen Momenten, wie die schönste Musik in Ihren Ohren.

All die tiefgründigen Gespräche, die Ihr so viel bedeuten und die für Ihn nur ein paar leere Worte sind. Vermutlich hat er Sie schon oft geführt, mit Ihr, aber auch mit all den Anderen. All die schönen Orte, die sich anfühlten, als könnten Sie nur Ihm und Ihr gehören, die er auch den anderen gezeigt hat.

Ihr Körper zittert, als Sie sich Ihm hingibt. Die Zeit steht still und die Welt hört für einen Moment auf sich zu drehen. Nur Er und Sie, so innig und so voller Gefühle.

Er hat sich nicht gemeldet, die letzten Tage, die letzten Wochen. Aber es geht Ihr gut, Sie braucht Ihn nicht. Die Träume sind weniger geworden, auch am Tag denkt Sie nur noch selten an Ihn.

Er hat sich gemeldet, alles ist vergessen. Die Träume sind wieder da und auch die Gedanken.

Sie gibt sich Ihm wieder hin, lässt sich an seine Orte entführen, hängt an seinen Lippen, während er seine Geschichten erzählt. Er hält die Zeit an, wieder, für diesen einen kurzen Moment.

Er hat sich nicht gemeldet, die letzten Tage, die letzten Wochen, eigentlich wie immer…..

Es ist wie das Meer. Es kommt und geht. Mit all seiner Kraft reißt es Sie mit und lässt Sie wieder fallen. Es überwältigt Sie, mal mehr, mal weniger. Manchmal, da zieht es sich zurück und dann ist es doch wieder da. Sie weiß, dass Sie davon schwimmen kann, Sie genießt die Freiheit, wohl wissend, dass die Wellen Sie wieder einholen werden. Vielleicht nicht Heute, nicht Morgen, aber sicher irgendwann. Es ist, wie das Meer, eigentlich ist es nie ganz weg, eigentlich ist es immer da. Er und das Meer und die Liebe.

„Es ist wie eine Schwerkraft. Alles ändert sich. Und plötzlich wirst du von etwas anderem als der Erde angezogen. Du würdest alles tun, und alles sein für Ihn. Eine Freundin, eine Schwester, ein Beschützerin.“ Twilight/Stephenie Meyer